Samstag, 31.07.2021 16:57 Uhr

Die verlorene Generation

Verantwortlicher Autor: Roland Schwiderski Deutschland, 04.07.2021, 21:48 Uhr
Presse-Ressort von: Roland Schwiderski Bericht 1766x gelesen
Ungewisse Zukunft für die Kinder von heute
Ungewisse Zukunft für die Kinder von heute  Bild: Pixabay/Skitterphoto/CCO

Deutschland [ENA] In den vergangenen Monaten ging es eigentlich immer nur um Inzidenzzahlen, Corona-Tests, überfüllte Intensivstationen, und letztlich um die Impfung gegen das ach so gefährliche Virus. Kein Schritt ohne Maske. Dabei vergaß man jedoch unsere Kinder und Jugendlichen.

Die Menschen sind zurzeit so mit sich selbst beschäftigt, freut sich doch jedermann über die angeblich wiedergewonnene Freiheit. Inzwischen tut man (fast) alles um diese nicht wieder zu verlieren. Ich denke jedoch, dass dies nur ein temporärer Zustand bleiben wird. Für die meisten Erwachsenen ist aus anfänglicher Skepsis, und dann einsetzender Gewohnheit eine gewisse „Normalität“ geworden. Ist es nicht eigentlich eine Resignation vor dem System, weil man endlich seine Ruhe möchte, weil man keine Kraft mehr hat zu argumentieren, ständig sich erklären zu müssen?

Kinder und Jugendliche empfinden Dinge jedoch ganz anders, weil sie noch nicht in diesem Maße in die kalte Arbeitswelt integriert sind, und leben noch nicht nach der Prämisse „der Stärkere gewinnt“. Für sie gilt noch die Unbefangenheit, die Unbeschwertheit ihres jungen Lebens. Probleme sind halt der Erwachsenenwelt vorbehalten, und deren Lösung ebenfalls. Sie brauchen den sozialen Kontakt zu Gleichaltrigen, den Austausch der Gedanken, das Ausleben ihrer Freiheiten. Sie müssen sich körperlich auspowern. Mit anderen Worten, sie brauchen all‘ das, um das Spiel des Lebens in unserer Gesellschaft zu lernen, und sich in dieser behaupten zu können.

Das Tragen einer Maske, Homeschooling, das sich nicht mit Freunden treffen dürfen, Ausfall von Sportstunden, lässt sie in ein tiefes Loch fallen. Sie verkommen zu vor ihrem PC hockenden, kranken Menschen, die letztendlich mit sich und der Welt nichts mehr anzufangen wissen. Hinzu kommt noch, dass in vielen Fällen auch die Eltern eine lange Zeit im Homeoffice arbeiten müssen, Konflikte sind vorprogrammiert. Viele haben – zumindest am Rande – mitbekommen, dass hier etwas völlig aus dem Ruder läuft, öffentlich thematisiert wurde diese Problematik nie. Bis Kinderpsychologen Alarm schlugen. Sie konnten sich vor Terminanfragen kaum retten.

Psychologische Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen sind meist‘ langwierige Angelegenheiten, bei denen Spätfolgen nicht absehbar sind. Bei den Betroffenen hinterlassen sie jedenfalls Spuren, die Auswirkungen greifen eklatant in ihr junges Leben ein. Noch liegen jedoch Prüfungen vor ihnen, die sie bewältigen müssen, um ein sogenanntes „vollwertiges Mitglied“ unserer Gesellschaft zu werden. Doch dabei macht diese ihnen einen Strich durch die Rechnung, indem sie genau Gegenteiliges tut als sie sollte, nämlich diese mit Rat und Tat zu unterstützen.

Obwohl man den Jüngsten schon einen erheblichen Teil ihrer Kindheit/Jugend genommen hat, sollen sie es auch noch mit beginnenden Impfungen zu tun bekommen. Impfstoffe für diese Altersgruppen sind bereits zugelassen. Eigentlich möchte man nur aufschreien „Was geschieht hier mit unseren Kindern?“, „Eltern, passt auf eure Kinder auf“. Sie sind unser wertvollstes Gut. Wenn man aber beobachtet, dass Eltern, ohne dies zu hinterfragen, diese zur nächsten Impfung schleppen, verliert man den Glauben an das Gute. Es ist einfach unerklärlich auf welchem Weg wir uns gerade befinden.

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