Montag, 29.11.2021 11:51 Uhr

Weiter im alten Trott…oder schlimmer?

Verantwortlicher Autor: Roland Schwiderski Deutschland, 03.10.2021, 15:29 Uhr
Presse-Ressort von: Roland Schwiderski Bericht 2630x gelesen
Was brachten die Wahlen
Was brachten die Wahlen  Bild: Pixabay Lizenz CCO

Deutschland [ENA] Die Bundestagswahl am 26.09.2021 hatte es in sich. Große Erwartungen wurden in sie gesetzt, und zwar unabhängig von den politischen Lagern. Sicherlich waren die Ziele unterschiedlich, eines sollten jedoch alle: Merkels desaströse Politik der vergangenen 16 Jahre aufarbeiten.

Ich möchte hier nicht mit Zahlen um mich werfen, endlose Balken- und Tortendiagramme auswerten, sondern diese Wahl einfach mal ganz nüchtern betrachten als das was sie war, ein heilloses undefinierbares Durcheinander. Pleiten, Pech und Pannen könnte man sagen. Vieles daran war ungeschickt geregelt, ja teilweise funktionierte gar nichts mehr. In Berlin gab es einige Stunden nicht ausreichend Stimmzettel, sodass die Leute endlose Zeit vor den Wahllokalen Schlange stehen mussten.

Gleichzeitig fand in der Innenstadt ein Marathon statt. So manch einen, noch unentschlossenen Wähler, hielt dies ganz davon ab seine Stimme abzugeben, dieser verließ das Spielfeld, und ging stinksauer nachhause. Es bestätigte sich die Annahme „Wahlen bringen nichts, warum bin ich überhaupt hier?“ In vielen Wahllokalen wurden Stimmzettel mit abgeschnittenen Ecken ausgegeben, die Wahlurnen waren nicht versiegelt, teilweise wurde nicht einmal ein Personalausweis verlangt, es wurden hier und da Bleistifte zum Ausfüllen ausgegeben.

Den aufgeweckten, beobachtenden Wähler beunruhigt das. Auch hier wieder viel Hoffnung in die Wahl, man wurde enttäuscht. Ich bin der Überzeugung, dass dadurch viele Stimmen verloren gingen. In meinem Wahllokal bekam ich mit wie über solch‘ eine Unregelmäßigkeit gestritten wurde, der Wähler warf seinen Stimmzettel auf den Boden, und verließ wütend dass Wahllokal. Sicherlich Einzelfälle – hier hat der Begriff vielleicht mal die Bedeutung die er haben sollte – jedoch sollten Wahlen nicht so ablaufen.

Diese Wahl war sicher eine besondere, da es hier um etwas ging, um viel, ja vielleicht sogar um alles. Unsere Demokratie, unser Recht auf freie Meinungsäußerung, unsere Freiheit, ja um die Bestimmung unseres zukünftigen Lebens. Dieses sollte selbstbestimmt und nicht kontrolliert von anderen ablaufen. Regeln in einer Gesellschaft muss es geben, sie sollten aber von jedem eigenverantwortlich eingehalten werden. Das Recht des einzelnen gilt nur solange, wie das Recht eines anderen nicht eklatant eingeschränkt wird.

Haben wir denn überhaupt noch „die Wahl“ darüber zu entscheiden? Sind wir als Staatsvolk überhaupt noch der Souverän dieses Staates? Bestimmen wir, oder wird für uns entschieden? Seit Beginn der „Pandemie“ haben die Einschränkungen zugenommen, das ist für jeden spürbar. Was einzelne jedoch sehr belastet, darüber denken andere gar nicht nach. Denn permanentes Nachdenken und Grübeln macht krank. Sie passen sich an, sie laufen mit. Für die Gesundheit ist dies sicherlich zuträglicher, da man mit so einer Anpassung vielen Problemen von vornherein aus dem Weg geht. Der Spaß an der Spaßgesellschaft von heute geht ihnen nicht verloren. Der Staat tut alles, er kümmert sich, was will man mehr? Ist es so einfach?

In den Wochen vor der Wahl hatte ich das subjektive Gefühl, dass von den Altparteien kaum Wahlwerbung gemacht wurde, im Gegensatz zu früheren Wahlen ist es eher leiser geworden. Einzig das Blau der AfD war ständig und überall präsent. Hier strengte man sich an. Meiner Ansicht nach machte sich diese Partei tatsächlich Gedanken um den Bürger, seine Sorgen und Nöte, will dem Bürger eine dystopische Zukunft ersparen. Aber gegen diese, inzwischen zu Granit gewordene Mauer der Altparteien, kommt man nicht an. Selbst wenn man die edelsten Absichten hat. Aber wie will man den Bürger davon überzeugen, ohne die erforderlichen Mehrheiten? Koalieren? Oh ja, aber niemals mit der AfD!

Koalition ist gut, da man sich nicht viel bewegen muss. Eigentlich bleibt alles beim Alten. Wurden vorher neue Gesetze einfach durchgewunken, es wird dabei bleiben. Faktisch steht die Politik still. Es gibt keine wirklichen Fortschritte, da holt man Themen wie Klima und Gender aus der Mottenkiste. Pandemie, auch gut. Mit Angst lässt sich eine Gesellschaft besser kontrollieren. Bis zur Spaltung dieser ist es ja bereits gekommen. Wie weit geht das noch? Ist das irgendwann beendet?

Was also sollte durch diese Wahl besser werden? Was können diese Kandidaten ändern, wollen sie das überhaupt? Laschet, der ohne Zweifel zukünftig im Sinne seiner Mentorin Merkel entscheiden würde. Eine aufgeregt zwitschernde Annalena Baerbock, gelernte Trampolinistin ohne Allgemeinbildung, die das Weltklima verbessern will. Politik gegen die Natur als ausgewiesene „Grüne“ Partei. Ihr Credo „ich will, ich muss“….Kollateralschäden inbegriffen. 2020 in eine Klasse des Weltwirtschaftsforums aufgenommen, mit welchem Hintergrund?

Lindner und seine FDP als potenzieller Koalitionspartner? Eine Partei, die schon immer den gleichen Fehler beging, nämlich ihre Fahnen in den Wind hängt. Hauptsache man bleibt im Spiel. Scholz, der Ausnahmepolitiker. Sowohl als der, der die leisen Töne anschlägt, scheinbar jeder Situation gewachsen ist, jedoch auch eine dunkle Vergangenheit hat. Wenn das eigene Ministerium durchsucht wird, bürgt das nicht gerade von Loyalität dem Bürger gegenüber. Wire Card…..und, und, und.

Wer letztendlich auch Kanzler wird, es bleibt immer das gleiche Spiel, das Spielfeld bleibt dasselbe. Es geht um Macht, Geld, die ewige Unersättlichkeit dieser „Regierenden“. Nein mit einer Wahl wird man dieses Spiel nicht beenden, es sei denn man ändert ein für alle Mal die Spielregeln. Rigoros. Es muss klar sein, dass man diese Regierung nicht einfach abwählen kann. Das bedarf einer realistischen und nüchternen Betrachtung. Das Wahlsystem muss von Grund auf reformiert werden. Es kann nicht sein, dass jemand jahrzehntelang an der Spitze unseres Landes steht, und die Eingangstür des Bundesskanzleramtes besser kennt, als die Bürger dieses Landes.

Das Parlament sollte stark verkleinert werden, da sonst absehbar, keine Politik mehr dort gemacht werden kann. Das sollten die Grundpfeiler sein. Darauf könnte man aufbauen. Der Volksentscheid sollte zur Normalität werden, nicht irgendwelche willkürlich aufgestellten, jeder Grundlage entbehrenden Corona-Regeln. Wir wollen leben, wir wollen unser Leben! 16 Jahre Merkel-Regierung, unser Land kurz vor dem Lockdown. Jetzt langsam zutage tretende Krankheiten und Todesfälle durch die Corona-Impfung, Tendenz steigend.

Ebenfalls steigende Zahl von Kindern die psychologische Hilfe benötigen. Mittelständische Unternehmen, der Motor unserer Wirtschaft, kurz vor dem Kollaps. Absolut verfehlte Energiepolitik, mit dem Ergebnis, dass zukünftig Preise für Strom, Heizung, Lebensmittel wahrscheinlich explodieren werden. Der sogenannte „heiße Herbst“, der von Insidern schon angekündigt wird, steht bevor…..der Winter steht vor der Tür, die Angst vor einem Blackout, sie ist da. Bargeldabschaffung? Wird kommen! Man könnte dies endlos fortführen. Wahlen? Zwecklos! Alibi für eine auf ganzer Linie verfehlte Politik!

Dennoch,…es machen die meisten mit. Warum? Ist man schon so müde? Der Bürger hat gewählt….heißt es! Hat er begriffen was er gewählt hat? Für die nächsten vier Jahre hat er die Chance verpasst. Wird es in vier Jahren Deutschland überhaupt noch geben? Nicht wie wir es kannten. Den „point of no return“ haben wir überschritten.

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